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Hnefatafl


Hnefatafl
 
Hnefatafl war das wohl bekannteste Spiel in der Epoche der Wikinger. Es wurde gegen Ende des
8. - 10. Jahrhunderts, im gesamten Nord-Europa gespielt. Mit bekanntwerden des Schachspieles, geriet
das Hnefatafl jedoch für lange Zeit in Vergessenheit.
 
Das letzte mal, das man von diesem Spiel hörte, war 1587 in Wales und 1723 in Nord-Schweden.
Trotz der relativ wenigen und einfachen Spielregeln, ist das Hnefatafl ein anspruchsvolles Spiel, was
ein hohes Maß an Geschick in Taktik, Planung und weiser Voraussicht erfordert.
 
Das Spielbrett wurde zumeist aus Knochen, Holz, Glas oder Leinentüchern gefertigt. Die Figuren
bestanden meist aus Knochen, Holz oder Glas. Die Figuren ähneln denen eines Schachspieles.
Man nimmt an das aus dem Hnefatafl sich möglicherweise das Schachspiel ableitet.
Das Spiel besteht aus 13 weissen (Der König und 12 Soldaten) Figuren, die sich in der Mitte des
Spielfeldes in den markierten Flächen aufhalten, und 24 schwarzen (die Angreifer) Figuren, die sich an
den Flanken des Spielfeldes auf den ebenfalls markierten Flächen befinden.
 
Das Ziel des Spieles ist es, mit seiner Gefolgschaft den König zu fangen. Dieser wird jedoch von seinen
Soldaten gut geschützt, die sich gegen eine große Schar von Angreifern verteidigen müssen.
Die Angreifer haben das Spiel gewonnen, wenn der König von den Angreifern eingekesselt wurde.
Der König und seine Mannen haben das Spiel gewonnen, wenn der König auf eine seiner 4 Burgen, die
jeweils auf den Ecken des Spielbrettes liegen, gelangt.
 
Der Angreifer eröffnet immer das Spiel. Danach erfolg von jeder Partei jeweils ein Zug. Eine figur kann
nur gerade bewegt werden, d.h. nicht diagonal. nur der König darf das Spielfeld in der mitte des
Brettes, sowie die4 Burgen betreten. Die anderen Figuren können jedoch darüber springen, sollte dieses
Feld leer sein.
 
Eine Angreifende oder Verteidigende Figur scheidet aus dem Spiel aus, wenn er von zwei Seiten, mit
den gegnerischen Figuren umstellt wird (jedoch nicht, wenn er sich freiwillig in die mitte zwischen zwei
gegnerischen Figuren begibt).
       
       
         
Bewegt sich nun eine der zwei linken Blauen Figuren auf das noch leere Feld links neben der roten Figur,
so ist diese geschlagen.
 
Steht eine Figur mit dem Rücken zur Burgwand, so wird er geschlagen, wenn eine gegnerische Figur
sich neben ihn zur Seite oder davor stellt (nicht diagonal).
   
       
         
Bewegt sich nun eine der zwei rechten Blauen Figuren auf das noch leere Feld rechts neben der roten
Figur, so ist diese geschlagen.
 
Der König selbst kann nicht geschlagen werden. Er muss von allen vier Seiten umzingelt sein.
       
         
       
Ist der König wie hier dargestellt, von allen vier Seiten umzingelt, so ist das Spiel für den König und
seine Gefolgschaft verloren.
 
Aufbau des Spielfeldes
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Die Blauen Felder werden von den Angreifern belegt, die roten Felder von den Soldaten des Königs. Das
Braune Feld in der mitte des  Brettes ist das Königsfeld. Die äußeren 4 Rauten kennzeichnen die Burgen
des Königs.

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