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Verse,
Reime, Lieder & Gedichte.
Vorwort: Diese
Zeilen stammen nicht aus eigener Feder,
weshalb ich für die Originalität dieser auch keine Haftung übernehmen
kann. Für Informationen über die Verfasser der hier aufgeführten
Lesewerke, sowie weitere Verse,
Reime, Lieder & Gedichte aus der alten und neuen Zeit bin
ich dankbar.
Ich erlaube es mir auch kleine Änderungen in bezug der Wortwahl
vorzunehmen, jedoch nicht Sinn & Inhalt zu Verfremden, um die
Ausdrucksweise dem dieser Seite gebührend anzugleichen.
1. Zur
Allerheiligen Nacht - Lichter auf Gräbern
2. Zum
Julfest - Einmal im Jahr
3. Zum
Julfest - Von Nordlands Art
4
4.

Zur
Allerheiligen Nacht - Lichter auf Gräbern
Lichter auf Gräbern in reicher Zahl
strahlten durch Tage den Toten,
setzten den Ahnen ein feuriges Mal,
bleibender Liebe helleuchtender Strahl
denen, die vor uns geboren.
Lichter des Lebens in grünem Ring
bringt dann des Jahreslaufs Kreisen.
Tod gebirt Leben - ein jegliches Ding,
sei es ein großes und sei es gering,
will auf des Lichtes Sieg weisen.

Zum
Julfest - Einmal im Jahr
Einmal im Jahr, in der heiligen Nacht,
verlassen die toten Krieger die Wacht,
die sie für Deutschlands Zukunft stehen.
Sie kommen nach Haus, nach Art und Ordnung zu sehen,
schweigend treten sie ein in den festlichen Raum,
den Tritt der Stiefel, man hört in kaum,
sie stellen sich still zu Vater, Mutter und Kind,
sie spüren, daß sie erwartete Gäste sind.
Es brennt für sie eine rote Kerze am Tannenbaum,
es steht für sie ein Stuhl am gedeckten Tisch,
es glüht für sie im Glase dunkel der Wein.
Und in die Weihnachtslieder, gläubig und frisch,
stimmen sie fröhlichen Herzens mit ein.
Hinter dem Bild mit dem Helm dort an der Wand
steckt ein Tannenzweig mit silbernem Stern.
Es duftet nach Tannen und Äpfel und Mandelkern,
und es ist alles wie einst und der Tod ist so fern.
Wenn dann die Kerzen am Lichtbaum zu Ende gebrannt,
legt der tote Krieger die erdverkrustete Hand
jedem der Kinder leise aufs junge Haupt:
"
Wir starben für euch, weil wir an Deutschland geglaubt."
Einmal im Jahr, in der heiligen Nacht,
beziehen die toten Krieger wieder die ewige Wacht.


Zum
Julfest - Von Nordlands Art
Wenn durchs Land der Herbstwind pfeift, sind schon Berg und Tal
bereift,
dann wendet sich mit frohem Sinn, unser Herz zur Julzeit hin:
Herbststürme brausen, grau das Himmelszelt,
wir harren und hausen in unsrer dunklen Welt.
Kein Wettersturm ist uns zu hart; wir sind von Nordlands Art!
Hat der Julmond Schnee gebracht, freuen wir uns dieser Pracht.
Hei, frisch die Schneeschuh angeschnallt, uns ist kein Schnee zu
kalt;
Schneestürme brausen über Wald und Feld,
wir schlittern und sausen durch unsre weiße Welt.
Kein Aufwärts ist zu steil, zu hart, wir sind von Nordlands
Art!
Hat die Zeit uns wohlgetan, sehnen wir das Fest heran,
die Sonnenwend mit neuem Licht, das hell ins Finstre bricht:
Lichter erhellen jedes deutsche Haus, wo wir uns gesellen,
bei Wetter, Sturm und Braus,
ums heilge Feuer froh geschart, wir sind von Nordlands Art!

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